APOSAN-Wiki

Die Wikipedia von APOSAN

In diesem Bereich stellen wir Ihnen Informationen und Erklärungen zu Fachbegriffen zur Verfügung. Das Verzeichnis wird sukzessive ausgebaut, erweitert und verbessert.

A - C

All-in-one

Ernährungslösung aus Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten zur Verabreichung in die Blutgefäße.

ambulant

Nicht aufgenommen in eine Klinik, d.h. zum Beispiel zu Hause.

Antibiotika

Frei aus dem griechischen abgeleitet, bedeutet Antibiotika so viel wie "gegen das Leben" - Antibiotika machen Keimen, Bakterien und anderen Krankheitserregern das Leben im menschlichen Körper schwer!

Antibiotika hemmen die Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen und verhindern so deren Vermehrung und Weiterleben. So kann in vielen Fällen einer hartnäckigen, bakteriellen Infektion schnell der Gar ausgemacht werden.

Die Einnahme von antibiotischen Medikamenten sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Antibiotika sind verschreibungspflichtig und sollten nicht in Eigenregie eingenommen werden. Halten Sie sich bei der Einnahme immer an die Verordnung Ihres Arztes, den Rat des Apothekers oder die Packungsbeilage und achten Sie auf die Einnahmezeiten (1x täglich = etwa im Abstand von 24 Stunden, 2x täglich = etwa im Abstand von 12 Stunden, 3x täglich = etwa im Abstand von 8 Stunden). Sollten Sie unsicher sein, was die Einnahme des Ihnen verordneten Antibiotika angeht, kontaktieren Sie umgehend Ihren behandelnden Arzt!

Viele Antibiotika-Behandlungen sind mit Nebenwirkungen verbunden. So sind Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Blähungen keine Seltenheit. Die Wirkstoffe, die für die Zerstörung der krankmachenden Zellen zuständig sind, greifen oft auch die so wichtigen Bakterien der Darmflora an. Es empfiehlt sich, nach einer längeren Antibiotikatherapie eine Aufbaukur für die Darmflora zu machen - befragen Sie Ihren Arzt dazu.

Sollten starke Nebenwirkungen auftreten, informieren Sie Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen. Setzen Sie eine Antibiotikatherapie nicht eigenständig ab. Sie riskieren sonst einen Reinfekt mit antibiotikaresistenten Keimen.

Wenn Sie noch andere Medikamente regelmäßig einnehmen, informieren Sie Ihren behandelnden Arzt vor der Einnahme der Antibiotika. Nicht alle Mittel sind verträglich zu einander und es können ungewünschte Wechselwirkungen auftreten. 

APOSAN Pflegestandard

Von Aposan erarbeitete interne Vorschriften zur einheitlichen und fachgerechten Vorgehensweise bei der Betreuung von Patienten.

apothekenpflichtig

Apothekenpflichtige Medikamente dürfen nur in Apotheken angeboten und abgegeben werden. Der Verkauf darf nur von Fachpersonal (Apothekern, PTA) erfolgen.

Diese Regelung gilt in Deutschland für fast alle Arzneimittel, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass diese mit einem besonderen Beratungsbedarf einhergehen. Eine umfassende Beratung zu nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten kann nur durch Fachkräfte erfolgen.

Arzneimittel, die apothekenpflichtig sind, weisen einen entsprechenden Hinweis auf der Verpackung auf. Verschreibungspflichtige Medikamente sind automatisch auch apothekenpflichtig. Welches Medikament verschreibungspflichtig ist, entscheidet der Bundesgesundheitsminister.

Applikation

Applikation bezeichnet das Einbringen, Anbringen, Gabe oder Verabreichung von Medikamente und Arzneimitteln.

Die "Verabreichung" kann auf verschiedene Arten erfolgen. Die bekannteste ist sicher die orale Applikation, also die Einnahme von Tabletten, Tropfen, oder Lösungen, gefolgt von der lokalen kutanen Anwendung, z. B. bei Salben.

Bei komplexeren Arzneimitteltherapien sind oft andere Applikationen notwendig. Infusionstherapien werden zum Beispiel als systematische Applikation bezeichnet. Hierbei unterscheidet man zwischen enteral und parenteral.

aseptisch

keimfrei, steril

Bioimpedanz-Analyse/Bioelektrische Impedanzanalyse/BIA

Mit dieser Messmethode kann die Zusammensetzung des menschlichen Körpers sehr genau bestimmt werden. Durch Elektroden wird ein leichter, für den Menschen nicht wahrnehmbarer Strom durch den Körper geleitet. Die Unterschiedlichen Widerstände von Knochen, Fett, Muskeln und Wasser ermöglichen, diese Bausteine des Körpers in ein Verhältnis zu einander zu setzen.

Diese Methode wird auch angewendet, um den Ernährungszustand von Patienten zu bestimmen.

Mittlerweile gibt es entsprechende Waagen auch für den Hausgebrauch, in der Regel sind die Geräte bei Ihrem Arzt aber deutlich genauer.

Borreliose

Infektionskrankheit, die fast immer durch einen Zeckenstich übertragen wird und auch in Deutschland große Verbreitungsgebiete hat. Da die Borreliose-Infektionen zu mannigfaltigen und ernsthaften Folgeerkrankungen führen kann, ist eine antibiotische Therapie in der Regel zwingend erforderlich.

Compliance bzw. Arzneimittelcompliance

Der Begriff Compliance beschreibt das kooperative Verhalten eines Patienten während der Arzneimitteltherapie und kann auch mit "Therapietreue" übersetzt werden.

Eine gute Compliance (hohe Therapietreue) bedeutet, dass der Patient den Ratschlägen seines behandelnden Arztes konsequent folgt. Bei chronischen Erkrankungen, wie etwa Mukoviszidose, hat die Therapietreue einen besonders hohen Stellenwert. Hierbei bezieht sich Compliance nicht nur alleine auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, sondern auch darauf, einen angepassten Lebensstil zu führen oder ggf. Diät zu halten.

Weicht ein Patient von den ärztlichen Empfehlungen und Ratschlägen ab oder vernachlässigt seine Therapie, spricht man von Non-Compliance. Der häufigste Grund für eine nicht eingehaltenen Therapietreue ist die Vergesslichkeit der Patienten. Oft fehlt es an Verständnis für die Folgen oder auch für den Erfolg der Therapie.

Wird ein ausgearbeiteter Therapieplan nicht eingehalten, so kann dies zur Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen. Krankheitssymptome werden mehr, die Lebensqualität nimmt ab. Im schlimmsten Fall kann durch eine zu geringe Therapietreue das Sterberisiko erhöht sein.

APOSAN Homecare hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Compliance zu fördern und zu stabilisieren. Geschulte und fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter stehen den Patienten beratend zur Seite. Das Therapiekonzept ist für den Patienten möglichst einfach, um eine bessere Lebensqualität zu erreichen.

D - G

Dekubitus

Wundliegegeschwür / „Wundliegen“ bettlägeriger Patienten.

Einmalkatheter

Katheter sind Schläuche oder Röhrchen aus Silikon oder Kunststoff. Katheter können in Venen eingeführt werden oder zur Entleerung von Hohlorganen wie Darm, Magen, Blase u. a. dienen. Ein Einmalkatheter wird nur einmalig verwendet.

enteral

durch den Magen-Darm-Trakt.

Enterale Ernährung

Künstliche Ernährung unter Nutzung des natürlichen Verdauungssystems.

Ernährungsstatus

Körperzustand und -zusammensetzung.

GMP (Good Manufacturing Practices)

Leitfaden der Europäischen Gemeinschaft zur guten Herstellungspraxis für Arzneimittel und Wirkstoffe.

H - I

Heim-i.v.-Antibiose

Therapie mit Antibiotika Infusionen, die zu Hause durchgeführt wird.

Hospiz

Einrichtung zur Betreuung schwer kranker oder sterbender Menschen und deren Angehörigen.

Homepump

In der ambulanten intravenösen Arzneimitteltherapie werden Medikamente über eine HOMEPUMP® verabreicht.

Die HOMEPUMP® ist eine elastomere Pumpe für den einmaligen Gebrauch. Ganz ohne Strom ermöglicht die Elastomerpumpe eine sichere und einfache Anwendung der intravenösen Infusionstherapie zu Hause.

Die HOMEPUMP® sieht aus wie ein kleiner, mit Flüssigkeit gefüllter Ballon. Erst durch die Befüllung mit der Infusionslösung wird innerhalb dieses Ballons ein Druck aufgebaut, der letztlich die Pumparbeit leistet.

Da die elastomere Pumpe keinen Infusionsständer benötigt und auch ohne elektrisches Zubehör auskommt, wird dem Patienten ein hohes Maß an Flexibilität geboten.

Infusionslösungen/Infusionen

Lösungen, die i.d.R. direkt in Körpervenen verabreicht werden.

Infusionspläne

Zusammensetzung von Infusionslösungen.

Infusionspumpe

Pumpe, die für die Verabreichung von Infusionen eingesetzt wird.

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Zugriffe auf der Webseite analysieren zu können. Weiterlesen …